Bürgerinitiative Naturpark Boxbrunn

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Im Einsatz für Rotmilan, Schwarzstorch und den dörflichen Lebensraum

 

BI Naturpark Boxbrunn – so nennt sich die neu gegründete Bürgerinitiative im Amorbacher Höhenort Boxbrunn. Mit der Zustimmung von 75 % der Dorfbewohner im Rücken setzt sich BI Naturpark Boxbrunn für den Erhalt des Naturparks Bayrischer Odenwald ein – und gegen die Verspargelung unserer schönen Heimat durch den ungebremsten Ausbau der Windkraft.

 

Eine Herzenssache ist uns der Schutz von bedrohten Vögeln wie dem Rotmilan und dem Schwarzstorch, die auf der Boxbrunner Höhe nach jahrzehntelangem Verschwinden seit einigen Jahren wieder ihre Kreise ziehen. So ist der Schwarzstorch mit nur ca. 550 Brutpaaren Deutschland weit gefährdet. Der Verlust nur eines einzigen Vogels wäre dramatisch. Doch sind gerade Großvögel besonders häufig Schlagopfer der bis zu 200 km/h schnellen Rotoren der Windkraftanlagen. Aber auch die im Naturpark so zahlreich vorhandenen ökologisch wertvollen Fledermäuse sind durch Windkraftanlagen bedroht.

 

Die Stadt Amorbach plant auf der Boxbrunner Höhe vier Windkraftanlagen zu errichten, obwohl sich eine deutliche Mehrheit von drei Vierteln der Bevölkerung dagegen ausgesprochen hat. Mit einer Höhe von 207 m und einem Abstand von nur 1.600 m zu den Wohnhäusern und ca. 7.000 Tonnen Stahl und Beton je Anlage kann man dies als eine Industriebrache im Naturpark bezeichnen.

 

Die Verantwortlichen der Stadt Amorbach versprechen sich Einnahmen aus der Verpachtung des städtischen Waldes. Das Geld wäre ein Segen für die seit Jahren maroden Stadtkassen. In der Hoffnung auf finanziellen Gewinn versuchen Bürgermeister und Stadtrat geschlossen das Projekt mit allen Mitteln durchzusetzen.

 

So verschließen sich Stadtrat und Bürgermeister z. B. der Tatsache, dass die Windparkbeteiligung der Gemeinde Lützelbach im benachbarten hessischen Hainhaus diese Gemeinde in finanzielle Bedrängnis gebracht hat. Die von den Betreibern der Anlage versprochenen Stromgewinne wurden – insbesondere mangels ausreichenden Winds – über Jahre hinweg nicht erzielt, so dass Jahr für Jahr rote Zahlen geschrieben werden.

 

Diese und andere berechtigte Einwände der Dorfbevölkerung zu Lärmbelästigung und Naturschutz werden von Bürgermeister und Stadträten öffentlich als „Horrorszenario“ und „Panikmache“ abgetan. Wer sich skeptisch gegenüber Windkraft speziell in unserer windschwachen Region äußert, wird mit der Atomlobby gleichgesetzt.

 

Dies möchten die Initiatoren der BI Naturpark Boxbrunn nicht länger hinnehmen und endlich das von der Stadt Amorbach bislang verwehrte Gespräch unter gleichberechtigten Partnern führen.

 

BI Naturpark Boxbrunn möchte aufklären und sensibel machen für eine sinnvolle Abwägung zwischen dem ohne Frage notwendigen Ausbaus erneuerbarer Energien und dem Schutz der Natur sowie dem Erhalt der dörflichen Lebensqualität über Generationen hinaus. Mit einem ungebremsten Ausbau der Windkraft steht nämlich der Erhalt des gesamten ländlichen Lebensraums für Mensch und Natur auf dem Spiel. Alternativen sind erforderlich.

 

Wir sind für ein faires und offenes Miteinander. Wir schenken dem Andersdenken denselben Respekt, den wir selbst für uns erwaten.

 

Wir freuen uns über Ihre Kommentare, Anregungen und Kritik.

 

 


Ein Kommentar

Holger Bauer says:

9. November 2015 at 23:24

Leute, wehrt Euch rechtzeitig und lautstark! Alles andere nutzt nichts!

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